Zwischen Tierwohl und Wirtschaftlichkeit: Hof Pahlsmeier zeigt, wie moderne Bullenmast funktionieren kann
Wie kann Rindermast in Deutschland künftig gelingen, wenn Tierwohl, Emissionsminderung, Wirtschaftlichkeit, Energieerzeugung, gesellschaftliche Akzeptanz und politische Verlässlichkeit gleichzeitig eingefordert werden? Auf dem Hof Bulle & Co. in Delbrück stellt sich Familie Pahlsmeier genau diese Frage und war damit als Veranstaltungsort prädestiniert für das dritte Branchentreffen von „Zukunft Rindermast 3.0“ des Wochenblatts Westfalen-Lippe. Bereits die Vorstellung des Betriebes verdeutlichte die besondere Unternehmermentalität der Pahlsmeiers: Bullenmast in Haltungsformstufe 3 auf Stroh, Energieerzeugung über Biogas, Einbindung von Wärme, Fläche und Futterbau sowie Direktvermarktung mit Eventgastronomie. Mit rund 450 Teilnehmenden verdeutlichte die jüngste Veranstaltung, unter anderem gesponsort vom Deutschen Bauernverband und vom Westfälisch-Lippischen Landesverband, den akuten Gesprächsbedarf der Branche. Landwirte, Beratung, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik diskutierten die notwendigen Rahmenbedingungen, damit sich Rindermastbetriebe zukunftsfähig weiterentwickeln können, wenngleich erhebliche gesellschaftliche und regulatorische Anforderungen sowie Zielkonflikte bestehen.
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