V. l. n. r. DBV-Vizepräsident Karsten Schmal, HBV-Präsident und Milchbauernpräsident , Stefan Köhler, MdEP und Mitglied im Ausschuss für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, Roswitha Geyer-Fäßler, Vizepräsidentin des Landesbauernverbandes Baden-Württemberg und Mitglied im DBV-Fachausschuss Milch, DBV-Vizepräsident Günter Felßner, BBV-Präsident und Vorsitzender des DBV-Fachausschusses Rindfleisch, Hubertus Beringmeier, WLV-Präsident und Vorsitzender des DBV-Fachausschusses Schweinefleisch, Gé Backus, Connecting Agri & Food, Stefan Leuer, Fachbereichsleiter der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, und Moderator Padraig Eslner, Chefredakteur der Badischen Bauernzeitung (BBZ) und des Neuen Baden-Württembergischen landwirtschaftlichen Wochenblatts.
Tier

Forum beim Deutschen Bauerntag: Tierhaltung zwischen Anspruch und Realität – Worauf kommt es jetzt an?

Wie es weitergeht mit der Tierhaltung in Deutschland, war eine der zentralen Fragen beim Deutschen Bauerntag 2026 in Freiburg. Das Tierhaltungsforum machte deutlich: Zwischen gesellschaftlichen Erwartungen, politischen Vorgaben und betrieblicher Realität ist die Spannung größer geworden. Rund 260 Teilnehmerinnen und Teilnehmer verfolgten die Diskussion – ein starkes Zeichen dafür, wie sehr die Zukunft der Nutztierhaltung die Branche bewegt. Bereits in der Begrüßung wurde der Rahmen gesetzt. Karsten Schmal, Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes und Milchpräsident, verwies auf eine volatile Marktlage, sinkende Erlöse und weiterhin hohe Kosten. Besonders im Schweinebereich verschärft der deutliche Rückgang der Schlachtschweinepreise die ohnehin angespannte Situation der Betriebe. Auch in der Milch sei nach stabileren Jahren wieder mehr Unsicherheit spürbar. Zugleich gehe es um weit mehr als kurzfristige Marktbewegungen: Tierhaltende Betriebe bräuchten eine Perspektive, die Investitionen ermögliche, Verfahren vereinfache und unternehmerische Entwicklung nicht durch neue Hürden erschwere. Die fachliche Grundlage dafür lieferten die Impulsvorträge von Stefan Leuer, Fachbereichsleiter der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen und Gé Backus von Connecting Agri & Food. Er ordnete die Tierhaltung betriebswirtschaftlich ein. Mehr als die Hälfte des Produktionswertes der deutschen Landwirtschaft kommt aus der Tierhaltung. Diese Wertschöpfung lässt sich nicht durch Ackerbau und Sonderkulturen ersetzen. Gleichzeitig zeigte er, wie stark Verbrauch, Selbstversorgung und Produktionskosten mittlerweile auseinanderlaufen.

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