Hitze, Dürre und Pflanzenschutzlücken bremsen die Rapsernte, Biokraftstoffe sichern den Markt
Viele Landwirte blicken enttäuscht auf die Rapsernte 2026 zurück, denn das Rapsjahr 2025/ 2026 ist nicht so erfolgreich zu Ende gegangen, wie sich das viele erhofft hatten. Die Aussaat im Herbst 2025 erfolgte überwiegend unter guten Bedingungen, den Winter überstand der Raps gut. Die Bestände präsentierten sich im April oder Mai meist in einem guten bis sehr guten Zustand. Eine Ernte von 4,0 Millionen Tonnen schien möglich. Mit der Ende Juni beginnenden extremen Hitzeperiode mit bis zu 40 °C und mehr verbrannte der Ertrag vielerorts jedoch regelrecht. Dazu kam regional ein starkes Auftreten von Schotenschädlingen, die durch den Wegfall wirksamer Insektizide nur noch unzureichend bekämpft werden können. Im Ergebnis wurden trotz einer um 3,3 Prozent größeren Anbaufläche nur 3,7 Millionen Tonnen (Schätzung Deutscher Raiffeisenverband) eingebracht, fast 7 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Erträge liegen mit ca. 33 Dezitonnen um etwa 10 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres und weit unter dem züchterischen Potenzial. Die Meldungen der Landesbauernverbände lagen sogar noch darunter, wobei sich die Ergebnisse sehr stark von Region zu Region unterschieden und zum Teil sogar innerhalb der Region sehr heterogen waren.
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