Durchschnittliche Erträge - große wirtschaftliche Sorgen
Mit den ersten Druscharbeiten der Wintergerste hat die Ernte 2026 in Deutschland jüngst begonnen. Bei der traditionellen Ernteauftakt-Pressekonferenz hat der Deutsche Bauernverband in Brandenburg seine erste Bilanz gezogen: Die Erträge fallen vielerorts durchschnittlich bis gut aus, gleichzeitig stehen die Betriebe weiterhin unter erheblichem wirtschaftlichem Druck. Die Pressekonferenz fand auf den Flächen der Agrargenossenschaft Groß Machnow e.G. südlich von Berlin statt. Der vielseitig aufgestellte Betrieb bewirtschaftet Ackerflächen, hält Nutztiere und setzt mit Hofladen sowie regionaler Direktvermarktung auf eine enge Verbindung zur Region. Die Betriebsleiterin Lilian Guzmàn-Pfeiffer wies auf die aktuellen Herausforderungen für die Landwirtschaft hin. Sie machte deutlich, dass insbesondere die derzeit diskutierte Ausgestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2027 bei vielen Betrieben für große Verunsicherung sorgt. Zusätzliche Auflagen, unklare Förderperspektiven und fehlende Planungssicherheit erschweren langfristige Investitionsentscheidungen und können die Wettbewerbsfähigkeit landwirtschaftlicher Unternehmen weiter beeinträchtigen, so Landwirtin Guzmàn-Pfeiffer. Aus Sicht der Praxis brauche es künftig eine Agrarpolitik, die Umwelt- und Klimaziele mit wirtschaftlich tragfähigen Rahmenbedingungen für die Betriebe in Einklang bringt.
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