Milchmarkt zum Jahreswechsel
Dies schlug sich auch in den Milcherzeugerpreisen nieder, die ebenfalls deutlich nachgaben. Dämpfende Effekte auf die Milchanlieferung ließen jedoch lange auf sich warten und erst im Oktober wurde das Vorjahresniveau unterschritten. Mit dem hohen Rohstoffaufkommen ging eine entsprechend große Warenverfügbarkeit einher. Das blieb an den Produktmärkten nicht ohne Folgen, da das Kaufinteresse an Industrieware sowie im Exportbereich schwach war. Zudem sorgten die hohen Verbraucherpreise zunächst für eine gedämpfte Nachfrage nach Molkereiprodukten im Lebensmitteleinzelhandel. Erst mit den teils erfolgten Absenkungen der Verbraucherpreise kam der private Konsum ab Sommer in Schwung. Dies galt vor allem für Käse und Butter. Im Jahresverlauf sanken die Notierungen nahezu produktübergreifend auf das Niveau des Jahres 2021 und damit auf den Ausgangspunkt vor der Preisrallye im Jahr 2022. Erst im Herbst erfolgte der Kurswechsel, als sich die Milchanlieferung ihrem Tal näherte und die nationale und internationale Nachfrage neue Impulse erhielt. Zunächst legten die Preise an den Rohstoffmärkten zu, dann jene für die weiterverarbeiteten Produkte und in deren Schlepptau hoben auch die Molkereien ihre Auszahlungsleistung an.
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