Insgesamt bleibt die Lage an den Getreide- und Düngemittelmärkten aufgrund der zahlreichen und schwer zu kalkulierenden Einflüsse auch 2024 durchaus angespannt.
Ackerbau/ Obst/ Gemüse

Märkte extrem volatil – und keine Besserung in Sicht

Neben den Getreidelieferungen aus der Ukraine, die sich weiterhin auf die Märkte auswirken, drückt die erneut außerordentlich gute Weizenernte in Russland auf die Preise. Dies darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die globale Versorgungsbilanz bei Weizen und Mais nach wie vor knapp ist, gerade wegen der eher unterdurchschnittlichen Maisernte in den USA. Hier haben der Niederschlagsmangel und die gleichzeitig anhaltend hohen Temperaturen zu deutlich geringeren Erträgen geführt. In Kanada wurde die Maisanbaufläche ausgebaut, die Maisproduktion stieg infolgedessen um 3,7 Prozent auf ein Rekordniveau von 15,1 Mio. Tonnen. Allerdings geschah dies auf Kosten der Weizenflächen. Der Rückgang dieser Fläche im Land des sechstgrößten Weizenproduzenten könnte sich weltweit auch im kommenden Jahr negativ auf die Versorgungslage mit Weizen auswirken. Trotzdem werden die Erwartungen der Branche von höheren Preisen an den Terminmärkten aufgrund der angespannten Lage bisher nicht erfüllt. So wird Weizen aus der Ernte 2023 derzeit an der MATIF für rund 216 €/Tonne gehandelt, und auch für den Märztermin 2024 sind noch knapp 232 €/Tonne möglich. Bei einer knappen Versorgungslage auf der Nordhalbkugel hilft oft eine gute Ernte im Süden, nicht jedoch in diesem Jahr.

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