Spezial
Ernte 2026: Blick auf die Südhalbkugel
Brasiliens steigender Importbedarf und Australiens Ernteplus verändern den Weizenmarkt
Die Weizenmärkte richten ihren Blick auf die Südhalbkugel. In Brasilien hat die staatliche Versorgungsgesellschaft CONAB ihre Ernteprognose für 2026 deutlich nach unten korrigiert. Eine kleinere Anbaufläche, hohe Produktionskosten und Wetterrisiken drücken die Erwartungen auf nur noch 5,8 Mio. t. Die Folge: Der Importbedarf steigt auf den höchsten Stand seit fast zwei Jahrzehnten. Gleichzeitig werden bei der Beschaffung zunehmend backfähige Qualitäten gesucht. Ganz anders die Lage in Australien: Nach ergiebigen Winterregenfällen wurden die Ertragsaussichten deutlich angehoben. Die Weizenernte könnte wesentlich größer ausfallen als noch vor wenigen Monaten erwartet. Damit entwickelt sich Australien zu einem wichtigen Gegengewicht im globalen Angebot. Vor dem Hintergrund sinkender weltweiter Lagerbestände, einer kleineren US-Ernte und witterungsbedingter Risiken in Europa gewinnen die Ernten auf der Südhalbkugel erheblichen Einfluss auf die Preisentwicklung. Welche Signale jetzt aus Brasilien, Australien und Argentinien kommen und warum sie für deutsche Erzeuger entscheidend sind, lesen Sie im Beitrag.
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