Bedeutender Tag für die Öffentlichkeitsarbeit der Landwirtschaft
Der „Tag des offenen Hofes“ ist seit langer Zeit eine ausgezeichnete Gelegenheit Menschen aus Stadt und Land zusammenzubringen und über die Erzeugung von Lebensmitteln aufzuklären. Bei der bundesweiten Eröffnung des Tags des offenen Hofes in der KRABAT MILCHWELT im sächsischen Wittichenau wurde die Bedeutung dieses Hoffests für die Öffentlichkeitsarbeit des Deutschen Bauernverbandes betont. DBV-Generalsekretärin Stefanie Sabet eröffnete mit der Feststellung: „Der Tag des offenen Hofes ist eine tolle Gelegenheit, zu sehen und zu erleben, wie und wo unsere Lebensmittel erzeugt werden. Am besten informiert man sich direkt beim Bauern in der Nähe.“
Wertschätzung und Wertschöpfung bedingen einander
„Wertschätzung und Wertschöpfung" seien zwei Faktoren, die einander bedingen und die man nicht singulär sehen dürfe, betonte der Betriebsleiter der KRABAT MILCHWELT, Tobias Kockert, und „Landwirtschaft lässt sich am besten dort erklären, wo sie jeden Tag stattfindet: auf dem Hof“. Mit diesen Worten hieß er alle Besucher auf dem Betrieb willkommen. Beim traditionellen Hofrundgang erfuhren die angereisten Gäste viel über die Milchviehhaltung und modernes Herdenmanagement. In der Show-Käserei konnte man sehen, riechen und schmecken, wie regionale Käsespezialitäten entstehen und am Feldrand erfuhren die Besucher vieles über Humusaufbau und fortschrittliche Ackerbautechniken.
Begleitprogramm für Groß und Klein
Für die Kleinen Besucher war ein kleiner "Zoo" angelegt, mit Hühnern, Gänsen, Schafen und Pony „Cäsar". Das Pony sollte pressewirksam das Ergebnis des ersten Deutschlandspiels bei der Fußballweltmeisterschaft orakeln. Leider entschied sich Cäsar für den Futtereimer mit der Fahne von Curaçao …
Landwirtschaft sichert Versorgung
Bei der traditionellen Podiumsdiskussion, dem KRABAT-Hoftalk, diskutierten Landwirtschaft und Politik unter dem Titel „Wo kommen unsere Lebensmittel künftig her? Versorgungssicherheit zwischen Klimawandel, Krisen und regionaler Landwirtschaft“ über die Herausforderungen der Landwirtschaft in Deutschland. Für den Lausitzer Gastgeberbetrieb beschrieb Tobias Kockert, Betriebsleiter der Krabat Milchwelt, diesen Spagat aus eigener Erfahrung: „Viele Verbraucher wünschen sich regionale, handwerklich erzeugte Lebensmittel, wie wir sie hier herstellen. Gleichzeitig stehen wir durch schwankende Milchpreise, hohe Kosten, Bürokratie und zunehmende Wetterextreme unter Druck.“ Für ihn ist die Frage, wo unsere Lebensmittel künftig herkommen, deshalb nicht nur eine landwirtschaftliche, sondern auch eine gesellschaftliche Aufgabe: „Regionale Wertschöpfung braucht auch Wertschätzung. Nur wenn die Leistung der Landwirtschaft anerkannt wird, kann sie langfristig bestehen.“ Auch aus Sicht des Deutschen Bauernverbandes steht die wirtschaftliche Stabilität der Betriebe im Mittelpunkt. DBV-Vizepräsident Torsten Krawczyk fordert in der angespannten Lage mehr Unterstützung für die Landwirtschaft: „Landwirtschaft ist systemrelevant – ohne wirtschaftlich tragfähige Betriebe gibt es keine Versorgungssicherheit, keine regionale Wertschöpfung und keinen starken ländlichen Raum. Unsere Betriebe stehen unter erheblichem Druck. Eigenkapitalreserven sind vielfach aufgebraucht und notwendige Liquidität wird zunehmend durch Fremdkapital ersetzt. Daher sind die Pläne zu Kappung und Degression bei der GAP ein falsches Signal und würden die ostdeutsche Landwirtschaft massiv schwächen.“
findet alle zwei Jahre statt und ist eine gemeinsame Initiative des Deutschen Bauernverbandes (DBV), des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL), des Deutschen LandFrauenverbandes (dlv) und ihrer Landesverbände. Gefördert wird die Aktion von der Landwirtschaftlichen Rentenbank.
Regionale Landwirtschaft ist Versicherung gegen Klimakrisen und globale Unsicherheiten
Sachsens Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, Georg-Ludwig von Breitenbuch, warb in der Diskussion dafür, die Bedeutung regionaler Erzeugung stärker in den Blick zu nehmen: „Wenn wir wissen wollen, wo unsere Lebensmittel künftig herkommen, brauchen wir einen engen Austausch mit den Agrar- und Erzeugerbetrieben vor Ort. Regionale Landwirtschaft bleibt unverzichtbar – sie ist unsere Versicherung gegen Klimarisiken und globale Unsicherheiten. Gut aufgestellte Betriebe stärken die ländlichen Räume und sichern unsere Versorgung.“ Dr. Klaus Heider, Ständiger Vertreter des Staatssekretärs und Abteilungsleiter Heimat im Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, betonte die Bedeutung der Landwirtschaft für die Versorgungssicherheit: „Wichtig ist, die deutsche Land- und Ernährungswirtschaft resilient und krisenfest aufzustellen. Jeder einzelne Betrieb leistet einen wichtigen Beitrag zu unserer Versorgungssicherheit. Die unverzichtbare Arbeit auf den Höfen im ganzen Land verdient Respekt und Anerkennung. Daher setzen wir uns dafür ein, die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Landwirtschaft zu sichern. Dazu gehört für uns auch, dass die GAP unsere Höfe stärkt und leistungsfähige Betriebe nicht pauschal ausbremst, wie etwa durch die Vorschläge zur Kappung. Zudem bauen wir Bürokratie konsequent ab und stehen fest an der Seite der Landwirtinnen und Landwirte."
Landwirtschaft braucht Perspektiven
Petra Bentkämper, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes, lenkte den Blick auf die Menschen hinter den Betrieben und die Zukunft der ländlichen Räume: „Die Frage, wo unsere Lebensmittel künftig herkommen, ist auch eine Frage danach, wer sie künftig erzeugt. Wir brauchen Perspektiven für junge Menschen und Familien, damit Höfe und ländliche Regionen eine Zukunft haben.“ Der Krabat-Hoftalk zeigte, wie eng die Zukunft der Lebensmittelversorgung mit den Perspektiven der landwirtschaftlichen Betriebe verbunden ist. Die Antworten auf die großen Fragen der Ernährungssicherung werden nicht allein in Ministerien oder auf internationalen Konferenzen entwickelt. Sie entstehen auf landwirtschaftlichen Betrieben wie der Krabat Milchwelt in Wittichenau. Dort, wo jeden Tag Lebensmittel erzeugt werden.
Mit dem digitalen Höfefinder den Familienausflug planen
Der „Tag des offenen Hofes“ bringt Verbraucherinnen und Verbraucher direkt mit den Menschen zusammen, die täglich Lebensmittel erzeugen. Viele Betriebe zeigen, wie sie mit Wetterextremen umgehen, Ressourcen sparen oder digitale Technik einsetzen. Andere erklären, warum Tierwohl, Klimaschutz und wirtschaftlicher Druck oft gleichzeitig auf den Höfen ankommen. Die Spannweite ist groß: Familienbetriebe, Weinbaubetriebe, Milchviehhalterinnen, Ackerbauern, Gemüsehöfe oder Betriebe mit Direktvermarktung öffnen ihre Türen. Viele der teilnehmenden Höfe bieten Führungen, Gespräche, regionale Produkte, Technik zum Anfassen oder Mitmachaktionen für Kinder an. Nicht alle sind am zweiten Juni-Wochenende dabei, darum lohnt sich ein Blick in den digitalen Höfefinder. Dort finden Interessierte Veranstaltungen in ihrer Region und können gezielt Höfe für einen Familienausflug auswählen.
Niedersachsen
Tag des offenen Hofes: Zwischen Wetter, Wertschätzung, Wertschöpfung und Wolf
Moderne Landwirtschaft zum Anfassen, persönliche Gespräche mit den Menschen auf den Höfen und ein deutliches Signal für die Zukunft des ländlichen Raums: Der Tag des offenen Hofes hat am Sonntag, den 7. Juni 2026, in Niedersachsen erneut gezeigt, welche Bedeutung die Landwirtschaft für Gesellschaft, Wirtschaft und das Leben auf dem Land hat. Insgesamt 48 Betriebe öffneten ihre Tore und empfingen rund 165.000 Besucherinnen und Besucher. Die landesweite Eröffnung fand in Hagen bei Bergen statt, wo acht landwirtschaftliche Betriebe gemeinsam ihre Höfe präsentierten.
Dort dankte Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies den Gastgeberfamilien und allen teilnehmenden Betrieben für ihr Engagement. „Der Tag des offenen Hofes zeigt eindrucksvoll, wie vielfältig und lebendig Landwirtschaft in Niedersachsen ist. Unsere Betriebe stehen für Qualität, regionale Wertschöpfung und verantwortungsvolles Wirtschaften – gleichzeitig wachsen die Erwartungen und die Rahmenbedingungen werden komplexer. Umso wichtiger ist der direkte Austausch: Wer erlebt, wie Landwirtschaft heute funktioniert, gewinnt Verständnis für einen Beruf, der für unser Land unverzichtbar ist.“
Dazu gehöre viel Organisation und Leidenschaft, um ein nachhaltiges und modernes Bild der Landwirtschaft zu zeigen, damit sich das Bilderbuchbild, das einige noch von Landwirtschaft haben, erübrige und in ein modernes, ein zukunftsfähiges, ein digitales, ein nachhaltiges Bild von Landwirtschaft mit modernen Landwirtinnen und Landwirten gewandelt werde, führte Lies aus und konnte sich beim anschließenden Hof-Rundgang mit dem Gutsbetriebsleiterpaar Kuhlmann einen eigenen Eindruck verschaffen.
Ausführlicher Bericht hier
Silke Breustedt-Muschalla ist Pressesprecherin beim Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband.
Sachsen-Anhalt
Hinter den Kulissen eines modernen Agrarbetriebes in Sachsen-Anhalt
Der Tag des offenen Hofes 2026 bei der Agrargenossenschaft Tucheim hat eindrucksvoll gezeigt, wie groß das Interesse der Bevölkerung an moderner Landwirtschaft ist. Tausende Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, Landwirtschaft hautnah zu erleben, mit Landwirtinnen und Landwirten ins Gespräch zu kommen und einen Blick hinter die Kulissen eines modernen Agrarbetriebes zu werfen.
Bei bestem Sommerwetter wurde der Hoftag zu einem Erlebnis für die ganze Familie. Zugleich leistete die Veranstaltung einen wichtigen Beitrag, um das Verständnis für die Landwirtschaft zu stärken und den Dialog zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft zu fördern. Das große Besucherinteresse spiegelte sich auch in den Hofführungen wider. Drei Kremserwagen waren im Zehn-Minuten-Takt unterwegs, um die Gäste über das weitläufige Betriebsgelände zu bringen. Dennoch bildeten sich immer wieder Warteschlangen.
Auf der Bühne sorgte ein abwechslungsreiches Programm für Unterhaltung. Kita-Kinder, Linedance-Gruppen und ein Schalmeienorchester gestalteten das Programm ebenso wie die bekannte Sängerin Petra Zieger als musikalischer Höhepunkt des Tages. Verschiedene Vereine haben Angebote gemacht, um die Gäste zu unterhalten und für sich zu werben. Staatssekretär Gert Zender, mehrere Mitglieder des Agrarausschusses des Landtages von Sachsen-Anhalt sowie Vertreter der Kommunalpolitik nutzten die Gelegenheit zum Austausch mit den Besuchern und den Verantwortlichen des Betriebes. Durch das Programm führte Jasmina Neumann von der Landjugend Sachsen-Anhalt.
Die Agrargenossenschaft Tucheim steht beispielhaft für die landwirtschaftlichen Strukturen vieler Regionen Ostdeutschlands, in denen kleine und große Betriebe nebeneinander Platz haben. Rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bewirtschaften etwa 3.000 Hektar landwirtschaftliche Fläche. Zum Betrieb gehören rund 1.100 Milchkühe sowie mehr als 500 Mutterkühe. Die Grundlage der umfangreichen Rinderhaltung bilden rund 1.350 Hektar Grünland. Pflanzenbau und Tierhaltung greifen hier eng ineinander und bilden ein leistungsfähiges und nachhaltiges Betriebssystem. Bereits seit 14 Jahren setzt der Betrieb auf Melkroboter und weitere Automatisierung, sowohl um Mitarbeiter zu entlasten als auch um Arbeitsabläufe an den Rhythmus der Tiere anzupassen.
Erik Hecht ist Referent für Medien, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit im Bauernverband Sachsen-Anhalt.
Bayern
Authentische Einblicke in die Landwirtschaft
Beim Tag des offenen Hofes am 13. und 14. Juni 2026 haben sich Deutschland weit wieder zahlreiche Betriebe beteiligt. Rund 25 Höfe und Aktionen in allen Regionen Bayerns boten die Möglichkeit, Landwirtschaft hautnah zu erleben. Bei der zentralen Auftaktveranstaltung in Hagenbüchach im Landkreis Neustadt a. d. Aisch-Bad Windsheim. zeigten rund 4000 Besucherinnen und Besucher ihr Interesse an moderner Landwirtschaft.
Ob Stallbesichtigung, Feldführung, Hoffest oder Gespräch mit der Bauernfamilie – die Besucherinnen und Besucher erhielten authentische Einblicke in die tägliche Arbeit auf den Betrieben. „Über Landwirtschaft wird viel diskutiert: In den Medien, in den sozialen Netzwerken, in der Politik. Sich selbst ein Bild zu machen. Das ist wichtiger denn je. Denn Landwirtschaft versteht man nicht über Schlagzeilen. Landwirtschaft muss man dort erleben, wo sie stattfindet, bei den Menschen, die Landwirtschaft praktizieren“, sagte BBV-Präsident Günther Felßner bei der bayerischen Auftaktveranstaltung am 14. Juni auf dem Hof der Familie Schönleben in Hagenbüchach.
Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber betonte wie wichtig es sei, dass es solche Veranstaltungen wie den Tag des offenen Hofes gibt. Sie dankte „Ein Fest für die Verbraucherinnen und Verbraucher, damit alle sehen, wo unsere Lebensmittel herkommen und mit wie viel Leidenschaft sie produziert werden.“ Der Hof der Familie Schönleben in Hagenbüchach zeige, dass Landwirtschaft innovativ, nachhaltig und fest in den Regionen verwurzelt sei. Besucher erleben hier moderne Technik, verantwortungsvolle Tierhaltung, aktiven Umwelt- und Ressourcenschutz und vor allem Menschen, die ihren Beruf mit großer Überzeugung ausüben.
Die Vielfalt der Angebote in ganz Bayern war groß: Am Tag des offenen Hofes beteiligten sich ökologische und konventionelle Betriebe mit Ackerbau, Tierhaltung sowie Gemüse- und Obstanbau. Darüber hinaus bereicherten zahlreiche weitere Einrichtungen das Programm. Die Bayerischen Staatsgüter öffneten am 14. Juni ihre Moorversuchsstation in Karolinenfeld und gaben spannende Einblicke in innovative und klimafreundliche Formen der Moorbewirtschaftung. Das Technologie- und Förderzentrum in Straubing zeigte, wie moderne Anbausysteme und Mischfruchtanbau zu einer klimaangepassten Landwirtschaft beitragen können. Und wer einen Blick in die Landwirtschaft vergangener Zeiten werfen wollte, war bei den Sonderführungen im Freilichtmuseum Glentleiten genau richtig.
Alle Informationen zu weiteren Aktionen im Laufe des Jahres finden Interessierte unter www.tag-des-offenen-bauernhofes.de.
Text: Brigitte Scholz ist Referentin im Bereich Kommunikation beim Bayerischen Bauernverband.
Sachsen
Feierlicher Auftakt mit gelebter Regionalität und Tradition
Zur Eröffnung waren Torsten Krawczyk, Vize-Präsident des Deutschen Bauernverbandes und Präsident des Sächsischen Landesbauernverbandes, Stefanie Sabet, Generalsekretärin des Deutschen Bauernverbandes, Georg-Ludwig von Breitenbuch, Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, Petra Bentkämper, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes, Dr. Klaus Heider vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Benno Mroß, zweiter Geschäftsführer der Krabat Milchwelt sowie die sächsische Erntekönigin Jaqueline und Milchkönigin Nancy I. vor Ort.
Die zweisprachige Moderation (Sorbisch und Deutsch) durch Diana Fritzsche-Grimmig unterstrich die enge Verbundenheit der Landwirtschaft mit der Lausitzer Region. Schon zu Beginn wurde deutlich: Der Tag des offenen Hofes steht für Sichtbarkeit und direkten Austausch. Tobias Kockert betonte die tägliche Leistung aller Beteiligten in der Landwirtschaft und versteht die Krabat Milchwelt als offenen Lern- und Begegnungsort. Die Ehrengäste würdigten die Bedeutung solcher Veranstaltungen, die Einblicke in die Arbeit landwirtschaftlicher Betriebe ermöglichen. Torsten Krawczyk hob hervor, dass in diesem Jahr rund 60 Betriebe in Sachsen teilnehmen und aktiv den Dialog mit der Gesellschaft suchen. Besonders eindrucksvoll war die Eröffnung durch Kinder in sorbischer Tracht, die Brot und Salz verteilten und das Hoftor symbolisch öffneten.
Führungen und Einblicke in Betrieb und Partnernetzwerk
Bei geführten Rundgängen erhielten die Gäste Einblicke in Betrieb und Kooperationen. Der Pflanzenbauchef des Betriebs, stellte regionale Standortbedingungen und Kreislaufwirtschaft vor. Gemeinsam mit Lemmer Fullwood wurde moderne Stalltechnik gezeigt, darunter automatisches Melken, Füttern und Einstreuen, die Effizienz und Tierwohl verbinden. MASTERRIND präsentierte die Zusammenarbeit in der Rinderzucht.
Die regionalen Partner Sächsischer Landesbauernverband e. V., Regionalbauernverband Bautzen-Kamenz e. V., Krabat e.V., Bauernhof Eutrich, der Sächsische Landfrauenverband e. V. , die Sächsische Landjugend e. V., das Christlich-Soziale Bildungswerk e. V., das Sächsisches LandeskuratoriumLändlicher Raum e. V. und die DEHOGA Sachsen e. V. stellten ihre Arbeit rund um Landwirtschaft und ländliche Entwicklung vor. Das traditionelle Lausitzer Mittagessen mit Kartoffeln, Quark und Leinöl war ein echter Genuss. Für Unterhaltung sorgte außerdem Pony Caesar beim Fußball-Orakel. Mit seinem Tipp lag er zwar daneben, mittlerweile wissen wir, dass Deutschland doch gewonnen hat.
Krabat-Hoftalk zu Zukunftsfragen der Landwirtschaft
Im Krabat-Hoftalk diskutierten Vertreter aus Politik, Landwirtschaft und Verbänden über Versorgungssicherheit, gesellschaftliche Bedeutung und die Zukunft des ländlichen Raums. Torsten Krawczyk betonte den geringen Bezug vieler Verbraucher zur Landwirtschaft und die Bedeutung solcher Formate und Dr. Klaus Heider hob die Wichtigkeit von Kreislaufwirtschaft und Bildungsarbeit hervor. Minister von Breitenbuch verwies auf Herausforderungen wie Pflanzenschutz, Düngung und Wettbewerbsfähigkeit und forderte verlässliche Rahmenbedingungen. Einigkeit bestand in der zentralen Rolle der Landwirtschaft für Versorgungssicherheit. Petra Bentkämper betonte zudem die wichtige Rolle von Frauen in der Landwirtschaft als organisatorisches und soziales Rückgrat.
Allen Mitwirkenden und Helfern gilt ein herzlicher Dank für ihren Beitrag zum Gelingen der Veranstaltung.
Text: Alin Roessler ist Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim Sächsischen Landesbauernverband.