Heimische Lebensmittelproduktion und Netto-Null bei Treibhausgasemissionen sind nicht machbar. Wissenschaftlich ist das zwar unumstritten, politisch fehlen jedoch die notwendigen Zugeständnisse für unvermeidbare Emissionen.
Umwelt

Landwirtschaft und Klimaneutralität

In genau 20 Jahren muss Deutschland nach dem aktuell gültigen nationalen Klimaschutzgesetz sektorübergreifend klimaneutral sein. Auf Ebene der Europäischen Union bleiben für dieses Ziel weitere fünf Jahre, um die Vorgaben des EU-Climate-Law zu erreichen. Kaum ein anderer Berufsstand spürt die Folgen des Klimawandels so deutlich wie Landwirte, die in und mit der Natur wirtschaften. Sie haben demnach ein großes Interesse an der Abschwächung des Klimawandels. Das gesellschaftlich geforderte und politisch festgelegte Ziel der Klimaneutralität ist jedoch ein gedankliches Konstrukt. Verbleibende Restemissionen sollen mit Treibhausgassenken ausgeglichen werden, die durch länger bzw. langfristig gebundenen Kohlenstoff aufgebaut werden sollen. Dies macht den Sachverhalt auch abseits technischer Fragen kompliziert. Die Frage stellt sich, ob gesellschaftliche Anforderungen an die heimische Lebensmittelproduktion, marktwirtschaftliche Mechanismen und die politisch terminierte Klimaneutralität unter einen Hut zu bekommen sind.

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