Shamonda-Virus in Deutschland: Neue Tierseuche gefährdet Rinder, Schafe, Ziegen, Pferde und Alpakas
Tierseuchen sind zu einem dauerhaften Risikofaktor für die landwirtschaftliche Tierhaltung in Deutschland geworden und zählen zu den größten Herausforderungen für die Nutztierhaltung. Neben der anhaltenden Belastung durch die Afrikanische Schweinepest (ASP), Geflügelpest und Blauzungenkrankheit rücken zunehmend neue Erreger in den Fokus. So verdeutlichen die jüngsten Nachweise des Shamonda-Virus in Deutschland, Frankreich und der Schweiz im Jahr 2026, wie dynamisch sich Tierkrankheiten unter den Bedingungen des Klimawandels und des internationalen Handels ausbreiten können. Das zur Gruppe der Orthobunyaviren gehörende und eng mit dem Schmallenberg-Virus verwandte Virus war bislang vor allem aus Afrika und Teilen Asiens bekannt. In Deutschland zirkulieren derzeit zwei genetisch unterschiedliche Virusvarianten, deren Verbreitung auf zwei voneinander unabhängige Einschleppungsereignisse hindeutet. Betroffen sind insbesondere Rinder, Schafe, Ziegen, Pferde und Alpakas. Vor diesem Hintergrund leisten die Betriebe bereits heute erhebliche Anstrengungen bei Prävention, Biosicherheit und Seuchenüberwachung. Um Tiergesundheit langfristig zu sichern und die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Tierhaltung zu erhalten, sind verlässliche politische Rahmenbedingungen, praxisnahe Forschung und eine angemessene Unterstützung der Betriebe erforderlich. Tiergesundheit ist nicht allein Aufgabe der Landwirtschaft, sondern eine gemeinsame Verantwortung von Politik, Wissenschaft und Gesellschaft.
Geschützter Inhalt
Dieser Inhalt ist nur für Bauernverbands-Mitglieder und andere berechtigte Nutzer verfügbar.
Loggen Sie sich mit Ihrer Mitgliedsnummer ein oder mit Ihrem Freischaltcode, den Sie vom DBV erhalten haben, um den Inhalt lesen zu können.