Die Weißenauer Chronik, einzigartige Bildquelle des Bauernkrieges, zeigt die Überlegenheit der Söldner gegenüber den aufständischen Bauern.
Standpunkte

500 Jahre Bauernkrieg:

75 000 oder 100 000 Tote? Erschlagen, erstochen, erschossen, erhängt, ertränkt, verbrannt. Auf den Schlachtfeldern gab es keine Verletzten. Schon ab 1514 hatte es im Südwesten von Deutschland Unruhen und Proteste in der Bauernschaft gegeben. Im Frühjahr 1525 erreichte der Aufstand seinen Höhepunkt und auch sein Ende. Explosionsartig dehnte er sich bis nach Franken, Thüringen und Sachsen aus. Die Bauern sahen sich zeitweilig auf dem Siegeszug, stürmten und plünderten Burgen und Klöster. Vielleicht entscheidend für die historische Niederlage der Bauern, der „Revolution des gemeinen Mannes“, war, dass sie zu Beginn in Oberschwaben ihre klare militärische Überlegenheit gegenüber dem Adel nicht nutzten, sondern sich zu Verhandlungen mit einem schwachen Ergebnis verleiten ließen. Der Deutsche Bauernverband hatte sich im Jahr 2000 an der Errichtung eines Bauernkriegsdenkmals in Pfeddersheim bei Worms beteiligt und wird jetzt im Rahmen der Gremiensitzungen den Großen Bauernkrieg und Formen des Protestes reflektieren.

Geschützter Inhalt

Dieser Inhalt ist nur für Bauernverbands-Mitglieder und andere berechtigte Nutzer verfügbar.

Loggen Sie sich mit Ihrer Mitgliedsnummer ein oder mit Ihrem Freischaltcode, den Sie vom DBV erhalten haben, um den Inhalt lesen zu können.