Demokratiestärkung in ländlichen Räumen
Weltweit ist zu beobachten, dass demokratische Institutionen und Systeme durch autoritäre Kräfte unter Druck geraten. Der US-amerikanische Politologe Daniel Ziblatt1 sieht insbesondere zwei Warnsignale, die das Sterben von Demokratien anzeigen: 1. Den Aufstieg von populistischen und extremen Politikern, die beispielsweise die Wahlergebnisse anzweifeln, Bürgerrechte angreifen oder politische Kontrahenten als Feinde und nicht mehr als Rivalen bezeichnen. 2. Eine gesellschaftliche Spaltung, die Teile der Bevölkerung anfällig für Verschwörungsmythen und populistische Versprechen macht. Ziblatt nennt mehrere Ursachen, die den Aufstieg der politischen Populisten und Extremen aktuell befördern: Stagnation oder Abschwächung der Wirtschaftskraft, die mit zunehmender gesellschaftlicher Heterogenität vor allem die Mittelschicht verunsichert und anfällig für „ Freund-Feind“-Erzählungen macht. Wahlweise werden dann Asylsuchende, Migranten, queere Menschen oder gar gleich die ganze Partei der Grünen für die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Probleme der vermeintlich anderen oder des „Volkes“ verantwortlich gemacht.
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