Getreidefeld
Ackerbau/ Obst/ Gemüse

Marktanalyse Getreide, Raps und Mais: vorerst keine festen Preise in Sicht

Die Ernte ist eingefahren – und die Erzeuger sind enttäuscht. Denn entgegen der landläufigen Annahme „Kleine Ernte, große Preise“ dominiert derzeit „kleine Ernte, noch kleinere Preise“. Aber das trifft nicht nur Erzeuger in Deutschland. Auch in anderen EU-Ländern wie Frankreich, Tschechien, Ungarn, Polen, Rumänien und auch in Großbritannien, der Türkei und selbst in der Ukraine und Russland sind die Niveaus deutlich niedriger als vor einem Jahr. Obgleich diese beiden Länder als Grund herangeführt werden, warum die Preise so niedrig sind. Aggressives Angebot am Weltmarkt aus Russland drückt die Kurse weltweit, überreichlicher Importdruck an ukrainischem Weizen in der EU belastet zusätzlich die Kurse in Paris. Deren Tendenz ist so schwach – Pariser Weizen rutscht erstmals seit September 2020 nachhaltig unter die Marke von 200 EUR/t, dass traditionelle Käuferländer ihre Deckungskäufe vorerst aussetzten oder, so wie Ägypten, nur Teilmengen deckten und darauf hoffen, zu einem späteren Zeitpunkt noch billiger an Weizen zu kommen. Und das ist der zweite preisdrückende Faktor – zu wenig Nachfrage.

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